Wanderung von Salgesch nach Sierre
21. März 2009 - Bilder unserer Wanderung
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Fortsetzung ...
Nach dem zweiten Weltkrieg begann der Wandel vom damaligen Bauerndorf zum gegenwärtigen Weindorf. 203 Hektaren Rebberg und über vierzig Weinbetriebe prägen heute den salgescher Alltag. Als Gemeindewappen trägt das 1200-Seelen-Dorf das Kreuz der Johanniter. Die Glaubensbrüder liessen sich im 13. Jahrhundert in Salgesch nieder, um im Sinne des Ordens eine Herberge für Pilger und Reisende ein zu richten. Ob Johanniter, die während rund 400 Jahren in Salgesch verweilten, den Standort des guten Weines wegen gewählt haben, ist zwar urkundlich nicht belegt, doch höchst wahrscheinlich.
Als Patron verehrten die Johanniter immer schon den heiligen Johannes den Täufer, daher der Name Johanniter, und so war der Kirchenpatron von Salgesch schon seit den Johannitern immer der hl. Johannes gewesen. Der hl. Johannes wird jeweils am 29. August mit dem Kirchenfest geehrt, zu dem Pilger aus der ganzen Schweiz anreisen.
Mikroklima und Bodenvielfalt bestimmen die Rebsorte
Den Grundstein legt die Natur, aber auch der Weinbauer hat wesentlichen Anteil an der späteren Qualität der Weine. An erster Stelle steht die Wahl der Rebsorte. Entsprechend dem unterschiedlichen Mikroklima und der einzigartigen Bodenvielfalt findet der Salgescher Weinbauer den für jede Rebsorte idealen Standwort.
Aus diesem Grund sind über 87% des Rebareals in Salgesch mit Rotwein bestockt. Die Ursache dieses für das Wallis ungewohnt hohen Anteils an Rotweinen ist ein prähistorischer Bergsturz, der das Terroir mit speziell hohem Kalk- und Magnesiumanteil versah. Ganz besonders der Pinot Noir kann sich unter diesen Voraussetzungen in Salgesch bestens offenbaren.
Damit die salgecher Weine jedes Jahr an den zahlreichen prestigeträchtigen internationalen Weinprämierungen Auszeichnungen gewinnen, ist bei der Arbeit mit der Rebe die Qualität obersten Gebot.
Die salgescher Weinbauern sind an strickte Mengenbeschränkungen gebunden, und so werden im Frühling die Reben konsequent zurück geschnitten. Dadurch bringt zwar jeder Rebstock nur wenige, aber umso aromatischere Trauben hervor. Jede einzelne Traube kann somit noch mehr Aromen und Inhaltsstoffe aus den kargen Böden entnehmen. grosse Weine stammen immer von Reben, die leiden mussten.
